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Teresa Fongern
Guest
Ho Ho Ho oder Ostereier anmalen? In diesem Streamingtipp kommen nicht nur Weihnachtsfans, sondern auch Osterhasen auf ihre Kosten.
Die besinnliche Weihnachtszeit steht bevor: Plätzchen backen, Weihnachtsbaum schmücken und sich eine gemütliche Zeit mit einigen Weihnachtsfilmen mit der Familie ansehen. Doch wusstet ihr, dass streng genommen der vermeintliche Weihnachtsfilm „Die Hüter des Lichts“ eigentlich ein Osterfilm ist?
Darin treffen wir auf den Weihnachtsmann North, den Osterhasen Bunny, die Zahnfee und den Sandmann, die allesamt die Träume und Wünsche von Kindern auf der ganzen Welt bewahren. Als der bösartige Pitch gezielt Albträume bei den Kindern streut, wächst seine Macht immer mehr. Das Vierergespann braucht Hilfe und findet diese im Einzelgänger Jack Frost, der den Kindern jedes Jahr den Schnee bringt. Da er jedoch unsichtbar für Kinderaugen ist, bleibt er lieber für sich und erlaubt sich einige Späße. Erst einmal gefordert, wächst er bald über sich hinaus – und versucht die finsteren Plänen von Pitch zu durchkreuzen.
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Darum ist „Die Hüter des Lichts“ eigentlich ein Osterfilm
Dem ersten Anschein nach, mag „Die Hüter des Lichts“ wie ein klassischer Weihnachtsfilm anmuten. Die Erstausstrahlung in den Kinos war in der Vorweihnachtszeit 2012, Jack Frost sorgt für Schneeballschlachten und auch der Weihnachtsmann hat als einer der Hüter alle Hände voll zu tun. In der Mitte des Films ist es jedoch ausgerechnet der Osterhase, der besonders im Fokus steht: Denn der Film spielt zum Osterfest und wir dürfen in dem Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks Animation miterleben, wie alle Ostereier angemalt und überall auf der Welt verteilt werden.
Damals im Kino war ich an dieser Stelle zunächst etwas verwirrt: „Warum wird ein Osterfilm an Weihnachten veröffentlicht?“ Inzwischen ist es für mich zur festen Tradition geworden, die Weihnachtsgeschenke für meine Liebsten zu verpacken und nebenbei „Die Hüter des Lichts“ anzusehen, ob im Stream heute bei Prime Video, Magenta oder ganz klassisch sogar auf Blu-Ray.
Übrigens könnt ihr euch noch weitere Abenteuer über „Die Hüter des Lichts“ nach Hause holen. Der Film basiert auf fünf Kinderbüchern von William Joyce, der nicht nur als Autor arbeitet, sondern auch an Kinderfilmen wie „Das große Krabbeln“ und „Robots“ mitgewirkt hat. Die Geschichten über den Weihnachtsmann, Osterhase und die weiteren drei Hüter erzählte er seiner Tochter Mary Katherine vor dem Schlafengehen. Sie verstarb leider bereits 2010 im Alter von 18 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung im Gehirn. Er brachte sie schließlich zu Papier. Im Abspann des Films findet ihr eine Widmung für sie, genauso wie in der fünfteiligen Romanreihe.
Trotz dieser traurigen Anekdote haben sich „Die Hüter des Lichts“ seit Ausstrahlung einen festen Platz in meinem Weihnachtsprogramm gesichert. Und vielleicht auch in eurem. In diesem Sinne: Frohe Ostern.
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